Kochen & Zubereiten

Kochen & Zubereiten

 

Wie soll man Kaffee richtig kochen, welche Form der Kaffeezubereitung ist eigentlich die Beste? Nun, wir können und wollen auf diese Frage keine eindeutige Antwort geben. Letztlich entscheiden der persönliche Geschmack, die jeweilige Tageszeit bzw. Situation oder einfach auch die zur Verfügung stehende Zeit, zu welcher Methode man greift. Wir wollen Ihnen dennoch einen Überblick darüber geben, wie Sie mit jeder Zubereitungsart ein schönes Aroma in Ihre Tasse zaubern.


Handfilter
Diese Methode der Kaffeezubereitung bringen wir heute gern mit Omas Zeiten in Verbindung und erlebt derzeit eine wahre Renaissance. Zu Recht, wie wir finden. Denn das Ergebnis ist oft ein Kaffee von bestem Aroma.
Sie benötigen lediglich eine Kanne oder Tasse, einen Filterhalter (aus Keramik/Porzellan wie den Hario v60 oder aber den Clever Coffee Dripper) sowie eine Filtertüte. Legen Sie die Tüte in den Filterhalter ein und füllen Sie fein gemahlenes Kaffeepulver ein. Pro Tasse (125 ml) benötigen Sie durchschnittlich 7 Gramm. Benetzen Sie zunächst das Kaffeemehl mit etwas heißem, jedoch nicht mehr siedendem Wasser, und lassen es ca. 30 Sekunden lang quellen (Pre-Infusion). Gießen Sie anschließend den Rest des Wassers in kreisförmigen Bewegungen auf. Besonders gut eignen sich Wasserkocher mit einer schmalen, langen Tülle (wie der Hario Buono), da man hiermit sehr langsam und zielgenau das Wasser dosieren kann.
Wenn Sie zum Abschluss noch einmal kurz durchrühren, können Sie sich auf bestes Filterkaffeearoma freuen.
Übrigens: Wenn Sie öfters per Hand filtern, können Sie über den Kauf eines Goldfilters nachdenken. Während der Papierfilter nicht nur die Schwebstoffe, sondern auch einige Aromen zurückhält, können Sie mit dem Goldfilter ein noch volleres Aroma erzeugen.


Stempelkanne
Sie werden die Stempelkanne auch unter den Bezeichnungen Chamboard, Cafetière, Druckkanne oder French Press kennen. Sehr einfach in der Handhabung ist sie in unterschiedlichen Größen zu haben und erzeugt wunderbares Kaffeearoma.
Nachdem Sie den Glaszylinder kurz mit heißem Wasser ausgespült haben, geben Sie die erforderliche Menge grob gemahlenen Kaffeepulvers hinein. Pro Tasse (125 ml) benötigen Sie durchschnittlich 7 Gramm. Benetzen Sie zunächst das Kaffeemehl mit etwas heißem, jedoch nicht mehr siedendem Wasser, und lassen es ca. 30 Sekunden lang quellen (Pre-Infusion). Gießen Sie anschließend den Rest des Wassers in kreisförmigen Bewegungen auf. Rühren Sie dann kurz durch. So entsteht ein gleichmäßiger Kontakt von Kaffeepulver und Wasser. Setzen Sie die Stempelvorrichtung auf den oberen Rand, drücken aber noch nicht hinunter. Nach ca. 3 Minuten ist es dann soweit - drücken Sie den Stempel sanft bis zum Boden durch. Genießen Sie den Kaffee jetzt möglichst frisch, sonst könnte er durch eine zu lange Kontaktzeit überextrahieren und bitter schmecken.


Kannenaufguss
Diese wohl traditionellste Methode der Kaffeezubereitung ähnelt stark jener der Stempelkanne. Spülen Sie die Kanne kurz mit heißem Wasser aus, geben Sie pro Tasse ca. 7 Gramm grob gemahlenen Kaffeepulvers direkt hinein und übergießen Sie es mit heißem, nicht mehr siedendem Wasser. Nach kurzem Durchrühren lassen Sie den Aufguss mit geschlossenem Deckel für ca. 3 Minuten ziehen. Gießen Sie anschließend den Kaffee durch ein feinporiges Sieb direkt in die Tasse.


Tassenaufguss
Auch türkische Zubereitung genannt - hier geben Sie das Kaffeemehl direkt in die Tasse und gießen es mit heißem Wasser auf. Rühren Sie gut um und lassen Sie den Kaffee kurz stehen, damit sich das Kaffeemehl setzen kann. Verwenden Sie sehr fein gemahlenen Kaffee, so erzielen Sie eine maximale Aromaausbeute und der Kaffee setzt sich besser und schneller.


AeroPress
Die AeroPress gehört zu den vielseitigsten Kaffeebereitern, die wir kennengelernt haben. Kaum ein anderer Zubereiter entlockt dem Kaffee so viele Aromen! Mit der AeroPress können alle Faktoren, die den Kaffeegeschmack beeinflussen, einfach variiert werden: Kaffeemenge, Mahlgrad, Brühdauer und Brühtemperatur.

Die Zubereitung mit der AeroPress geht einfach und schnell. Legen Sie eines der 350 im Lieferumfang enthaltenen Filterpapiere in den Halter und schrauben Sie ihn an die Unterseite des Brühzylinders. Setzen Sie diesen auf die Kaffeetasse, füllen Sie möglichst frisch gemahlenes Kaffeemehl ein, gießen Sie mit heißem Wasser auf und rühren Sie ca. 10 Sekunden lang um. Anschließend wird der Kaffee mit dem aufgesetzten Presskolben ca. 20 Sekunden lang durch den Papierfilter in die Tasse gepresst und schon ist der Kaffee trinkbereit. Die spätere Reinigung ist kinderleicht, der gepresste Kaffeesatz kann direkt in den Müll gedrückt werden.

Die AeroPress ist deshalb so beeindruckend, weil sie verschiedene Zubereitungsverfahren kombiniert. Der Kaffee wird im Brühkolben vollständig im Wasser verrührt und danach unter Druck durch einen Papierfilter gepresst. Dadurch wird der Kaffee gleichmäßig extrahiert und schmeckt sehr gehaltvoll. Dank des Papierfilters werden jegliche Sedimente zurückgehalten, so dass der Kaffee ausgesprochen klar und nuanciert schmeckt. Zudem werden die Aromastoffe zügig gelöst, so dass kaum Bitterstoffe mit in den Kaffee gelangen. Anders als bei der klassischen Filterzubereitung gelangen die Aromastoffe dank des Drucks des Presskolbens auch wirklich durch den Filter hindurch in die Tasse. Der Kaffee schmeckt ausgesprochen intensiv, hat viel Körper und bringt alle Aromanuancen des Kaffees voll zur Geltung!

Die AeroPress besteht aus robustem, absolut lebensmittelechtem Kunststoff mit langer Lebensdauer. Somit besteht keine Gefahr, dass Glasbestandteile schnell kaputt gehen können. Sie benötigt keinen Strom, ist relativ klein und kann somit überall hin mitgenommen werden - auf die Arbeit, in den Urlaub oder auch zum Camping. So müssen Sie nirgends auf Ihren gewohnt excellenten Kaffeegenuss verzichten!

Die AeroPress gehört zu den vielseitigsten Kaffeebereitern, die wir kennengelernt haben. Kaum ein anderer Zubereiter entlockt dem Kaffee so viele Aromen!


Kaffee-Filtermaschine / Kaffeemaschine

Letztlich stellt dieses Verfahren eine automatisierte Form der Handfilterung dar. Das Wasser wird im Behälter der Maschine zum Kochen gebracht und ergießt sich dann schwallweise über das Kaffeepulver. Wählen Sie hier einen mittleren Mahlgrad und kalkulieren Sie mit ca. 7 Gramm pro Tasse. Nach Beendigung des Brühvorgangs sollten Sie noch einmal kurz durchrühren, um die Aromen gleichmäßig zu verteilen. Genießen Sie jetzt den Kaffee möglichst frisch und vermeiden Sie nach Möglichkeit eine lange Standzeit der Glaskanne auf der Wärmeplatte.
Kleiner Tipp: Beim Kauf einer Filtermaschine sollten Sie nicht zu den billigsten Modellen greifen. Hier schließen Filter und Wasserbehälter oft nicht richtig, wodurch die Brühtemperatur absinken sowie wertvolle Aromen vorzeitig entweichen können.


Espressokocher / Herdkanne / Bialetti
Wenn Sie einen kurzen, kräftigen und aromatischen Kaffee mögen und dabei auf die Crema des Espresso verzichten können, dann stellt die Herdkanne eine einfache und zugleich preisgünstige Möglichkeit der Kaffeezubereitung dar. Die Maschine besteht aus drei Teilen und zeichnet sich durch eine denkbar einfache Funktionsweise aus. Wasser steigt durch den beim Erhitzen entstehenden Überdruck durch ein Steigröhrchen, presst sich durch das darüber befindliche Kaffeepulver und gelangt als fertiger Kaffee in den oben befindlichen Kannenbehälter.
Füllen Sie also zunächst Wasser in den unteren Behälter und achten Sie darauf, dass das Sicherheitsventil immer über dem Pegel liegt. Setzen Sie die Kaffeekammer mit dem Steigrohr darauf und geben Sie fein gemahlenes Espresso- oder Kaffeepulver hinein. Drücken Sie das Pulver etwas an, bevor Sie den Kannenbehälter darauf schrauben. Achten Sie bitte darauf, dass die Gummidichtung fest sitzt, sich kein Kaffeepulver dazwischen befindet und alles fest verschraubt ist.
Stellen Sie die Kanne nun auf die Herdplatte und bringen Sie das Wasser zum Kochen. Die blubbernden Geräusche verraten Ihnen, dass der Kaffee in den oberen Behälter steigt, ein deutliches Fauchen zeigt Ihnen an, dass er fertig ist. Jetzt nur noch in eine vorgewärmte Tasse geben und genießen.
Übrigens: Wenn Sie Ihren Espresso oder Kaffee jetzt noch mit geschäumter Milch krönen, können Sie einen guten Cappuccino oder Milchkaffee genießen. Eine unkomplizierte und preisgünstige Alternative zum Vollautomaten.


Siebträger / Espressomaschine
Eine gute Siebträger-Espressomaschine ist durch nichts zu ersetzen und Grundlage für die Herstellung eines guten Espressos oder eines auf Espresso basierenden Getränks. Doch warum ist das so? Welche Probleme und Einschränkungen ergeben sich bei anderen Verfahren?
Es gibt einige Grundfaktoren für die Zubereitung eines Espressos.
Kaffeemehlmenge - Die verwendete Menge an Kaffeemehl entscheidet, ob ein unaromatisches dünnes und uninteressantes Getränk oder ein kräftiger Espresso entsteht. Für einen Espresso liegt die ideale Menge bei circa sieben Gramm, bei einem doppelten Espresso entsprechend bei 14 Gramm Kaffeemehl.
Brühdruck - Der Brühdruck spielt eine maßgebliche Rolle, da von diesem die Extraktion der Aromen und der Öle abhängig ist. Wird der notwendige Druck nicht erreicht, lösen sich nicht alle Aromen, der Espresso hat keine Crema und keinen Körper. Der ideale Brühdruck liegt um die neun bar.
Brühzeit - Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Brühzeit. Je nach Kaffeesorte, dem gewählten Mahlgrad oder dem gewünschten Ergebnis muss die Brühzeit veränderbar sein. Bei der Extraktion sieht man dem auslaufenden Espresso an, ob dieser die maximale Extraktion erreicht hat und eine weitere Extraktion keine zusätzlichen Aromen mehr bringen würde, sondern lediglich Bitterstoffe. In diesem Fall sollte man den Bezug sofort manuell stoppen können. Die übliche Brühzeit liegt zwischen 18 und 25 Sekunden.
Mahlgrad - Der Mahlgrad sollte je Kaffeesorte fein eingestellt werden könnte, da die Ergenisses sich bei unterschiedlichen Mahlgraden gravierend unterscheiden. Limitierungen der Einstellbarkeit des Mahlgrads führen daher zwangsläufig zu Limitierungen bei der Erzielung eines guten Ergebnisses.
Temperatur - Gemahlener Kaffee verliert sehr schnell seine Aromen, daher sollte das Kaffeemehl nicht zu früh erwärmt oder mit heissem Wasser in Kontakt kommen, sondern erst zum Zeitpunkt des Bezuges.
Zudem ist es notwendig, dass der Kaffeeliebhaber Einfluss auf die verschiedenen Phasen der Zubereitung nehmen kann. Nur so ist es möglich, ein perfektes Resultat zu erzielen, entsprechende Übung vorausgesetzt.
Die Siebträgermaschine ist zweifellos ein Mekka des Barista und Kaffeeverrückten, Heiligtum des Genusses und Quell endlosen Zeitvertreibs. In der Siebträgermaschine vereinen sich Technik und Können zu einem besonderen Getränk. Der Barista hat hier die Möglichkeit, alle Parameter der Zubereitung selbst zu steuern und zu kontrollieren.
•    Kaffeesorte
•    Kaffeepulvermenge
•    Anpressdruck
•    Wassermenge/Durchlaufzeit
•    Brühdruck
•    Temperatur
•    Konsistenz des Milchschaums
Alle genannten Parameter können bei einer Siebträgermaschine variiert werden, mit jeweils stark voneinander abweichenden Ergebnissen am Ende. Übung macht hier tatsächlich den Meister und den Meisterespresso.
Die Nachteile dieser Maschinen sollen nicht verschwiegen werden. Siebträgermaschinen sind teuer, Anschaffungskosten zwischen 1000,- Euro und 2000,- Euro für den Privatgebrauch sind keine Seltenheit. Zudem benötigen diese Maschinen eine weitaus längere Vorlaufphase beim Aufheizen, wodurch ein kurzfristiger Bezug nicht möglich ist. Dennoch, wenn das Ergebnis in der Tasse zählt, kommt man an einer Siebträgermaschine nicht vorbei.

Kaffeewissen_5_240x390Kaffeevollautomat
Vollautomaten mahlen die Bohnen frisch und bereiten diese direkt zu. Hierdurch gehen kaum Aromen verloren und es kann ein aromatischer Espresso bezogen werden. Die Möglichkeit der Einflussnahme ist aber auch hier stark begrenzt, teilweise durch bauartbedingte Einschränkungen.
Der Mahlgrad kann nur in einem geringen Umfang variiert werden, da die Maschine in der Lage sein muss, sich selbst zu reinigen. Zu feine Mahlgrade würden zu Verstopfungen führen. Der optimale Mahlgrad kann daher nicht immer eingestellt werden.
Die Kaffeemenge kann nur begrenzt verändert werden, meistens steht der Wahlschalter auf dem Maximalwert und das Resultat ist dennoch etwas zu schwach.
Für den normalen und anspruchsvollen Kaffeegenießer ist der Vollautomat eine sehr gute Alternative, immerhin haben die meisten der aktuellen Modelle bereits eine Aufschäumhilfe für Milch eingebaut. Dennoch bleiben Einschränkungen bei der Auswahl der Kaffeesorten. Enthalten die Kaffeesorten zu viele Öle, verunreinigt dies die Maschine intern. Da es sich bei den meisten Vollautomaten um geschlossene oder teilweise geschlossene Systeme handelt, führt die Nutzung “falscher” Kaffeebohnen auf Dauer unweigerlich zu regelmäßigen Wartungsintervallen beim Händler.
Zum Vollautomaten sollten Sie dann greifen, wenn Sie regelmäßig eine größere Tassenzahl genießen und den Wunsch haben, neben Milchmixgetränken auch Kaffee zubereiten zu können. In jedem Fall sollten Sie nicht an der falschen Stelle sparen, wenn Sie sich grundsätzlich dafür entschieden haben. Die Qualität des Kaffeegetränks geht meist mit dem Preis der Maschine einher.
Für die optimalen Einstellungen an der Maschine sowie die erforderlichen Reinigungsintervalle nutzen Sie bitte die Bedienungsanleitung Ihres Herstellers.

 

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Kaffee für Kaffeevollautomaten


Die Auswahl bei Kaffee für Vollautoamten ist mittlerweile sehr groß geworden. Für welchen Kaffeevollautomaten Sie sich auch entschieden haben, ob Jura, DeLonghi, Saeco, Philips oder Bosch - Kaffeebohnen für Vollautomaten sollten frisch geröstet, aromatisch und bekömmlich sein. Der Online Shop von Kaffeefachwerk bietet Ihnen eine große Auswahl an Caffé Crèma und Espresso. Jetzt versandkostenfrei online bestellen!