Arabica & Robusta

Arabica & Robusta

 

Arabica

Kaffeewissen_3_240x390Die ersten Hinweise auf eine Pflanze mit dem Namen "Coffea arabica" stammen aus dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und sind aus der Provinz "Kaffa" im äthiopischen Hochland übermittelt. Einer Legende nach wurde der Kaffee dadurch entdeckt, dass ein Maronitenmönch eine Viehherde beobachtete, die sich sonderbar benahm, weil die Tiere ungewöhnlich lebhaft waren und bis spät in die Nacht keine Ruhe fanden. Der Mönch ging diesem Rätsel nach und fand auf der Weide der Tiere eine dunkelgrüne Pflanze mit kirschähnlichen Früchten in grün, gelb und rot. Mit wissenschaftlicher Neugier bereitete sich der Mönch einen Sud aus dieser sonderbaren Pflanze und stellte fest, dass seine Müdigkeit schwand und er problemlos nachts wach bleiben konnte, um seinem Gebet nachzugehen.

In der Folge nutzten die Einheimischen die wild wachsende Pflanze als Nahrungsmittel. Sie kauten die Blätter und ließen den Saft ausgepresster Kaffeekirschen zu einer Art Wein vergären. In der Zeit um 1450 brachten mohammedanische Pilger aus Äthiopien ihr zunächst „ban“, später „kahwa“ genanntes Heißgetränk zu den Arabern. Im 15. Jahrhundert wurde der erste systematische Kaffeeanbau der Sorte Arabica im Südjemen betrieben. Verschifft wurde die wertvolle Bohne übrigens über den Hafen von Mokka (al-Mucha) am Roten Meer. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte der Kaffee nach Indien und Ceylon, später immer weiter ostwärts über die indonesischen Inseln bis nach nach Mittelamerika. Übrigens - in Brasilien, dem größten Kaffeeexporteuer der Welt, wird erst seit 1752 der intensive Kaffeeanbau betrieben. Heute wird die Sorte in großen Teilen der Welt zwischen dem 23. Grad nördlicher und dem 25. Grad südlicher Breite angebaut.

 

Robusta


Die "Coffea canephora" (oder auch "Coffea robusta" genannt), heute weltweit als Robusta gehandelt, wurde als hochwachsende Pflanze erst um das Jahr 1860 in den tiefer gelegenen, tropischen Gebieten von Uganda entdeckt. Die Robusta erreicht eine Höhe von bis zu 15 m und ist im Vergleich zur "Coffea arabica" resistenter gegen Pilzkrankheiten. Bedingt durch ihre Kälteempfindlichkeit, ist der Robusta-Anbau allerdings auf Gebiete zwischen dem 10. Breitengrad nördlich und südlich der Äquatorlinie beschränkt. Sie ist ein Tieflandgewächs mit Anbauhöhen zwischen 200 und 600 m ü.NN.
Die ersten Plantagen mit "Coffea canephora" wurden um 1900 in Indonesien kultiviert. Heute wird Robusta vor allem in Südasien und Westafrika angebaut. Der Geschmack wird häufig als „erdig“ oder „muffig“ beschrieben und wird vor allem in Frankreich, Spanien und Osteuropa geschätzt. Der Koffeingehalt liegt mit zwei bis vier Prozent etwa doppelt so hoch wie bei Arabica-Kaffee. Allerdings bietet die Pflanze bessere Erträge als die Arabica, erzielt jedoch nicht zuletzt durch den derberen Geschmack nur einen Weltmarktanteil von knapp 30%.

 

Charakter und Unterschiede


Kaffee wird im sogenannten Kaffeegürtel der tropischen und subtropischen Regionen rund um den Äquator angebaut. Generell sind Klima, Bodenbeschaffenheit und die Verteilung von Regen- und Trockenzeiten für die Qualität der Ernte ausschlaggebend. Ebenso wichtig sind Pflege und Sorgfalt bei der Aufbereitung der reifen Kaffeekirsche auf ihrem Weg zur Kaffeebohne. Arabica und Robusta gedeihen, wie oben beschrieben, in unterschiedlichen klimatischen Zonen und sind auch in ihrem Charakter sehr eigenständig. Arabica-Kaffees entsprechen traditionell dem Geschmacksempfinden in Deutschland, Nordeuropa und den USA. Ein edler Arabica hat einen eleganten, rassigen Charakter mit einer feinen, harmonischen Säure. 100% Arabica-Kaffees sind grundsätzlich als die hochwertigeren Kaffees zu bezeichnen.

                  

                                   Arabica                          Robusta

Anbaugebiete

800 bis 1.800 m ü. NN., Niederschlagsmenge 1.000 bis 2.000 mm im Jahr, verträgt nicht zu viel Sonne

 

bis 800 m ü. NN, Äquatornähe, verträgt höhere Feuchtigkeit, verträgt nicht zu viel Sonne

Reifezeit

ca. 9 Monate

 

ca. 5 Monate

Erntelänge

ca. 4 Monate

 

ca. 6 Monate

Rohkaffeebohnen

groß, schlank, grün/blau, mit feinem, meist geschwungenem Schlitz

 

klein, rund, bräunlich, breiter gerader Schlitz

Röstkaffee

gleichmäßige Röstfarbe

 

eher scheckige Röstung

Verwendung bei Kaffeefachwerk

ja

 

nein

 

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