Fakten & Legenden

Fakten & Legenden

 

Kaffee enthält viele Antioxidantien und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Abwehr freier Radikale – richtig. Kaffee entwässert den Körper – längst widerlegt. Wir haben interessante Mythen, Geschichten und Fakten zusammengestellt…



Kaffee schlägt auf den Magen
Jeder Mensch verträgt Kaffee unterschiedlich gut. Für mögliches Sodbrennen sind hauptsächlich die in der rohen Kaffeebohne natürlich vorkommenden Chlorogensäuren verantwortlich. Bei Robusta-Kaffee ist ihr Anteil deutlich höher als bei Arabica. Durch traditionelles, langes Rösten können diese unerwünschten Chlorogensäuren allerdings nahezu vollständig abgebaut werden. Wir bei Kaffeefachwerk verwenden ausschließlich hochwertige Arabica-Bohnen, die wir anschließend im Trommelröster ca. 20 Minuten lang rösten. Ein industriell gerösteter Kaffee enthält in der Regel Robusta-Anteile und wird zudem überwiegend im Heißluftverfahren nur 1-2 Minuten lang geröstet.
Unsere äußerst bekömmlichen Kaffees sind also stets erste Wahl – nicht nur für Genießer mit eher empfindlichem Magen.


Kaffeegenuss am Abend verhindert das Einschlafen                                       
Stimmt nur bedingt, Kaffee macht nicht zwangsläufig schlaflos. Nur wer jung ist und einen normalen Blutdruck hat, zahlt für seine Leidenschaft mit schlaflosen Nächten. Das ändert sich, wenn man älter wird: im Alter können viele mit Kaffee sogar besser schlafen als ohne. Denn ältere Menschen haben oft einen niedrigen Blutdruck und wenn dann der Blutdruck zusätzlich nachts absinkt, kann dieser zusätzliche Blutdruckabfall einen Weckreiz darstellen. Kaffee verhindert das: er steigert den Blutdruck und sorgt so für eine bessere Schlafqualität und gewährleistet Durchschlafen.


Kaffee wirkt entwässernd
In der Presse, aber auch von manchen Ärzten wird vielfach behauptet, dass Kaffee dem Körper Wasser entziehe und somit nicht zur Flüssigkeitszufuhr hinzugezählt werden dürfe. Dies ist jedoch nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V., die sich auf neuere Studien berufen, wissenschaftlich nicht haltbar. Die DGE dazu wörtlich: -Das Getränk Kaffee ist ein wichtiger Teil der täglichen Gesamt-Wasserzufuhr. In der Flüssigkeitsbilanz kann Kaffee in aller Regel so wie jedes andere Getränk behandelt werden. Die Geschichte vom Kaffee als Flüssigkeitsräuber beruht auf einem Irrtum, ist also eine Mär.
Zwar gibt es auch (zumeist ältere) Studien die eine kurzfristig entwässernde Wirkung von Kaffee zeigen konnten, diese gehen jedoch zum einen überwiegend von unrealistisch hohen Koffeindosierungen aus und - schwerwiegender noch - die Testpersonen mussten eine längere Zeitspanne (von einigen Tagen bis zu drei Wochen) vor dem Versuch auf koffeinhaltige Getränke verzichten. Tatsächlich hemmt Koffein das antidiuretische Hormon (ADH) der Hirnanhangsdrüse und signalisiert so den Nieren, vermehrt Flüssigkeit auszuscheiden. Neuere Untersuchungen belegen jedoch, dass die diuretische (harntreibende) Wirkung des Koffeins (bzw. koffeinhaltiger Getränke) nur Personen betrifft, die nicht regelmäßig koffeinhaltige Getränke genießen. Dagegen scheint bei „gewohnheitsmäßigen“ Kaffeetrinkern die unbestreitbar vorhandene entwässernde Wirkung des Koffeins in reiner Form durch die Darreichungsform als koffeinhaltiges Getränk neutralisiert zu werden und keine negative Auswirkung auf die Flüssigkeitsbilanz zu haben. Mit anderen Worten: regelmäßiger Kaffeegenuss macht "immun" gegen den harntreibenden Effekt des Koffeins
Der in vielen Restaurants übliche Brauch, Kaffee mit einem Glas Wasser zu servieren, dient also nicht dazu, einen etwaigen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ebenso wie das Glas Wasser zum Wein soll es vielmehr den Gaumen "neutralisieren" und die Geschmacksnerven empfänglich für den Genuss des nächsten Schlucks Kaffee machen.


Kaffee macht süchtig
Bei regelmäßigem Kaffeekonsum reagiert der Körper auf das Stimulans Koffein mit einer höheren Toleranzgrenze. Das heißt, dass der Bedarf an Koffein stetig wächst. Verzichtet ein regelmäßiger Kaffeetrinker auf seinen Wachmacher, kommt es zudem zu physiologisch nachweisbaren Entzugserscheinungen. Diese äußern sich in Müdigkeit, Gereiztheit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Im Volksmund oft der Grund, Kaffee und Koffein als Droge und Suchtmacher zu bezeichnen. Davon ist Koffein jedoch weit entfernt. Die Substanz erhöht zwar als Stimulans die Aktivität mehrerer Gehirnzentren, die typischen Suchtzentren sind aber nicht betroffen. Und auch die „Entzugs-Symptome“ beim Verzicht auf Kaffee verschwinden bereits nach wenigen Tagen und dies auch nur, wenn die zuvor konsumierte tägliche Menge Koffein bei 500 mg und mehr liegt – und das sind entspricht immerhin ganzen 7 bis 8 Tassen Kaffee.
Kaffee ist bei weitem nicht das einzige koffeinhaltige Lebens- und Genussmittel. Enthält eine Tasse Filterkaffee ca. 80 mg Koffein, so sind es bei einer Tasse Tee 20 – 50 mg, bei einer 150-g-Tafel Zartbitterschokolade 15 – 115 mg und bei einer 1-Liter-Flasche Cola 65 – 250 mg.
In sehr hoher Dosis kann Koffein theoretisch sogar tödlich sein – eine Dosierung, die jedoch auch passionierte Kaffeetrinker bislang nicht erreicht haben. Offenbar werden zu hohe Dosen instinktiv gemieden.


Kaffee und Krebs
Dachte man früher oft noch, Koffein könne die Entstehung von Krebs begünstigen, hat sich heute die gegenteilige Meinung durchgesetzt. Für Blasen- und Leberkrebs konnte diese positive Wirkung bereits nachgewiesen werden. Außerdem wurde ein beim Rösten entstehendes Antioxidans entdeckt, das die Aktivität von bestimmten Enzymen im Blut bis zu 40 Prozent ankurbelt und dadurch krebsvorbeugend wirkt.


Kopi Luwak Katzenkaffee ist der beste Kaffee der Welt
Ja und nein! Der auch als Katzenkaffee bekannte Kopi Luwak stammt von den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi. Dort lebende Schleichkatzen fressen die Kaffeekirschen. Allerdings sind sie ausschließlich am Fruchtfleisch interessiert, die nicht verzehrten Kaffeebohnen scheiden sie wieder aus. Der Einfluss der im Darm befindlichen Enzyme macht nach dem Rösten den besonderen Geschmack des Kaffees aus – dunkel, schokoladig, sirupartig, weich, mild, bekömmlich. Wer allerdings beim teuersten Kaffee der Welt und Verkaufspreisen von oft über 200 Euro je Kilo ein Vielfaches an Geschmack erwartet, wird oftmals enttäuscht. Daher unser Fazit: Spitzenkaffee – uneingeschränkt JA, sein Geld in jedem Fall wert- eher NEIN.
Hinzu kommt, dass die früher ausschließlich wild lebenden Schleichkatzen mittlerweile in Gefangenschaft gehalten werden, um ihr „Geschäft“ zu verrichten. Allerdings sterben die Tiere dort oft sehr früh und werden zudem teilweise überfüttert, um möglichst viel Katzenkaffee zu produzieren. Da sich der Kaffeeursprung (wilde Tiere oder Gefangenschaft) nicht immer genau nachvollziehen lässt, stehen wir aus ethischen Gründen dem Genuss von Katzenkaffee eher skeptisch gegenüber.


Kaffee lagert man am besten im Kühlschrank
Eher nicht! Zwar verbessern niedrige Temperaturen die Haltbarkeitsdauer von Kaffee, indem sie die Verflüchtigung von Aromen verlangsamen, aber der dunkle Küchenschrank ist der zweifellos bessere Ort. Grund: Die im Kühlschrank befindliche Feuchtigkeit ist ein Aromakiller, zudem kann Kaffee leicht die Fremdaromen der übrigen Lebensmittel annehmen.
Wie sollte ich Kaffee am besten aufbewahren? Unser Tipp: Kaffee möglichst als ganze Bohnen kaufen, sie sind der beste Aromaschutz. Immer nur solche Kaffeemengen mahlen, wie man innerhalb der nächsten Stunden verbraucht. Trocken, dunkel, möglichst kühl lagern, nicht umfüllen. Wenn Sie gemahlenen Kaffee kaufen, sollte die Packungsgröße so gewählt werden, dass der Kaffee idealerweise nach zwei, spätestens jedoch nach vier Wochen verbraucht ist.

 

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Kaffeezitate



„Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Und wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.“ - Jonathan Swift, irischer Schriftsteller und Satiriker

„Kaffee die Politiker weise macht, damit sie können erkennen, was sonst verhüllt das Dunkel der Nacht.“
Alexander Pope, englischer Dichter und Schriftsteller

„Der Kaffee kommt in den Magen, und alles gerät in Bewegung; die Ideen rücken an wie Bataillone der Grand Armeé auf einem Schlachtfeld.“
Honoré de Balzac, französischer Schriftsteller

„Der Kaffee ist schwarz, aber sein Lob weiß.“
(arabisch)

„Der Kaffee muss heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel und süß wie die Liebe sein.“
Ch. M. de Talleyrand, französischer Staatsmann

„Ei! wie schmeckt der Coffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
Milder als Muskatenwein.
Coffee, Coffee muss ich haben,
Und wenn jemand mich will laben,
Ach, so schenkt mir Coffee ein!“
Johann Sebastian Bach, deutscher Komponist

„Dieses nachgemachte Blut ist so balsamisch abgekocht, von so gesunden Kräften, so dass es auch so gar in den verdrießlichsten Gesellschäften die angenehmsten Dienste tut.“
Daniel Stoppe, deutscher Dichter

“Man trinkt (vom Kaffee) große Mengen … Arm und reich trinkt mindestens zwei Tassen am Tag, und er gehört zu den Dingen, die der Mann seiner Frau nicht vorenthalten darf.”
Jean de Thevenot, französischer Naturwissenschaftler und Botaniker

„Caffee schlägt alle Dünste nieder, Caffee verscheucht der Seuchen Schwarm, Caffee belebt die matten Glieder und unterdrückt den inneren Harm. Sogar die unverschämten Flöh verjagt den Jungfern der Caffee!“
(ein anonymer Kaffee-Enthusiast, 1757) 

"Der Kaffee muss so süß sein, wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, so heiß, wie die Nächte in ihren Armen und schwarz, wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt."
(arabisch)

„Es ist meines Erachtens unmenschlich, Menschen, die Kaffee als Medizin brauchen, dazu zu zwingen in Schlangen hinter Menschen zu stehen, die anscheinend das Kaffeetrinken als unterhaltsame Aktivität verstehen.“
Dave Barry, US-amerikanischer Author und Humorist

“Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee: erstens Kaffee, zweitens Kaffee und drittens nochmals Kaffee.”
Alexandre Dumas, französischer Schriftsteller und Bühnenautor


“Gott sei’s gedankt, in der nächsten Welt wird es keinen Kaffee geben. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als auf Kaffee zu warten, wenn er noch nicht da ist.”
Immanuel Kant, deutscher Philosoph